Die »Kleine Arnsberger Karnevalsgesellschaft«
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Zur Geschichte des Arnsberger Karnevals

 

Liebe Alt-Arnsberger Mitbürger!

 

Karneval – seine Wurzeln liegen tief im Urnebel unseres Bewusstseins begraben; sie reichen zurück in jene Zeiten, da der Mensch in der Natur lebte und die Götter noch unter den Sterblichen weilten. In diesem idyllischen Zeitalter enthielten Legenden und Mythen noch eine tiefe Wirklichkeit: die Geheimnisse der Natur und die Rätsel des Kosmos.

 

Die europäischen Karnevalsfeste, die die Zeit der gigantischen Festlichkeiten der Renaissance und der Belle Epoque überlebten, verdankten dies den Anstrengungen der Bürger der Städte und Dörfer, die Wert auf  ihre Bräuche legten und darauf bedacht waren, die kulturhistorisch weiterzuführen.

 

So wurde im Jahre 1823 in Köln das erste Karnevalskomitee gegründet, um viele oft untereinander verfeindete Gruppen in einem einzigen großen Karneval dieser Stadt zusammenzufassen.

 

Die Karnevalsgesellschaft von »MÄNTAU 1860« ( damals noch »MENTAU« geschrieben) ist urkundlich die älteste Arnsberger Karnevalsgesellschaft mit einer festgeschriebenen Satzung.

 

Weitere bedeutende Gesellschaften waren der »Tunnelclub« von 1894 sowie der »Zylinderschutzverein« von 1895. Mitglieder dieser Gesellschaften gründeten dann am 11. September 1936 in den »Altdeutschen Bierstuben« bei Wirt »Besten Üllmer« an der Jägerstraße die »Kleine Arnsberger Karnevalsgesellschaft« (KLAKAG) als Traditionswahrerin der Arnsberger Fastnacht.

 

Aus diesem Grund feiert die »Kleine Arnsberger Karnevalsgesellschaft« am 11. September eines jeden Jahres ihr Namensfest und gleichzeitig als Nachfolgerin von »MÄNTAU 1860« ihr Stiftungsfest. Im Jahr 2006 haben wir also das 70. Namensfest  gefeiert. Hervorzuheben ist noch, dass die »KLAKAG« seit dem 25. Januar 1978 als eingetragener Verein in das Vereinsregister eingetragen ist.

 

Der Gesellschaftsgruß lautet: »KLAKAG – HELAU – MÄNTAU!«. Die Gesellschaftsfarben sind Blau-Weiß. Das Ziel der Gesellschaft ist die kulturhistorische Traditionspflege der heimischen Fastnacht unter dem Motto:

 

»SEID FRÖHLICH, ABER BRAV!«

 

Gründungsinitiator und erster langjähriger Vorsitzender (35 Jahre!) war Kaufmann Paul Truernit. Es folgten ihm in diesem Amt die Herren Uhrmachermeister Willi Genau 1971, Verkehrsamtsleiter Wolfgang Klaus 1973 und seit 1977 Apotheker Rudolf Wentrup (nach der neuen Satzung vom 12.01.1977 »Kanzler« des »Hohen Rates«). Die letzten Jahre dann als Nachfolger von Rudolf Wentrup hatte Manfred Fischer dieses Amt bis zum Jahr 2003 inne. Seit dem wurde die KLAKAG durch den Kanzler Klaus Horst Meier vertreten. Im Mai 2007 wurde dann Hans Rath zum neuen Kanzler gewählt. 

Dem Kanzler zur Seite stand bis Mai 2004 Stephan Hunecke in dem Amt des "Vizekanzlers". Seit diesem Zeitpunkt bis zum Mai 2007 war Karla Röse die Vizekanzlerin der KLAKAG. Sie wurde von Thomas Kuhlmann der seit dem als "Vize" fungiert abgelöst.

 

Der erste Sitzungspräsident der »KLAKAG« war Malermeister Josef Padberg. Ihm folgten in diesem Amt die Herren Geschäftsführer Hans Rosdücher, Regierungsangestellter Norbert Löhr und noch einmal Josef Padberg sowie ab 1952   – ausgenommen die Session 1964/65, in der der Vermessungstechniker Paul Kett präsidierte– der Regierungsangestellte Albert Kirchberg und seit 1976 Versicherungskaufmann Paul Mura sowie Josef Wiegelmann der dieses Amt bis Mai 2004 (fast 20 Jahre) ausübte. In den Jahren 2005 und 2006 war dann Jürgen Thomas für eine Amtsperiode der Sitzungspräsident. Ab dessen Rücktritt hat Hans Rath das Amt kommissarisch übernommen. Im Mai 2007 konnte die KLAKAG dann Egon Papenkort als neuen Sitzungspräsident in das Amt einführen.
Aus rein privaten Gründen konnte Egon das Amt nur bis zur Generalversammlung im Frühjahr 2008 bekleiden. Stephan Krick wurde dann vom "Hohen Rat" zunächst kommissarisch für das Amt des Sitzungspräsidenten berufen. Seit der Generalversammlung im April 2009 bekleidet er das Amt offiziell.

Das Amt des Inventarius, von welchem keiner weiß, ob es je einen Anderen Amtsinhaber als Günter Bruchhage gab, wurde in der Generalversammlung 2009 auf seien eigenen Wunsch hin neu besetzt. Als neuer Inventarius fungiert seit dem Heinrich Koch.
 

1937 wälzte sich der erste »KLAKAG«-Lindwurm der Freude unter Zuhilfenahme von Pferdegespannen durch die Straßen Arnsbergs. 1939 wurde diese Tradition durch die Kriegs- und Nachkriegszeit unterbrochen. Nach dem Krieg formierten sich die ersten größeren »KLAKAG«-Kinder-Karnevalsumzüge im Jahre 1948. Unter der verdienstvollen Führung des lanjährigen Umzugsleiters Kaufmann Hermann Streiter formierte sich im Jahre 1955 der erste große »KLAKAG« -Lindwurm der Freude mit Hilfe der in Alt-Arnsberg hergestellten Kleinschnittger-Autos. Nach dem Tode Hermann Streiters lief der Karnevalsumzug im Jahre 1977 unter Teamleitung von Hans Willmes. Danach wurde Klaus Luig als neuer Umzugsleiter ernannt. Von Ludwig Gesing ging das Amt dann an Manfred Wewer und danach an Siggi Göppert weiter, der es dann für ein Jahr kommissarisch an Stephan Krick  übergab. Ab dem Jahr 2001 bis 2005 wurde dann Walter Schwarz mit der Leitung des Umzuges betraut. Seit dem Umzug 2006 ist dieses Amt durch den neuen Umzugsleiter Albert Henseler besetzt.

 

Mittelpunkt der Karnevalssession ist der amtierende Karnevalsprinz, die Karnevalsprinzessin oder das Dreigestirn. Sie sind Mitglied der Prinzengemeinschaft, deren Sprecher (Prinzenpäsident) dem »Hohen Rat« angehört. Von 1937 bis 1953 trugen die Prinzen die Würde und Last allein, ab 1954 wurde Ihnen die Ehefrau bzw. die Lebensgefährtin als Regentin zur Seite gestellt.

 

Seit dem Jahr 2003 wird die geschichtliche Aufarbeitung der KLAKAG durch den im "Hohen Rat" installierten Archivarius gepflegt. Dieses Amt wurde von Klaus Luig bis zur Generalversammlung 2007 ausgeübt. Neu für das Amt gewonnen und gewählt wurde Ralf Arnold.